Donnerstag, 22. April 2010

Taskkiller auf dem HTC Desire? Besser nicht!

Jeder kennt es: In der ersten Begeisterung und der Befriedigung des Spieltriebes wird mit einem neuen Gerät erstmal alles ausprobiert was geht.

Genauso bei mir und meinem neuen Androiden. Googles Android Market gestartet und fleißig gesaugt was das Zeug hält. Aufgrund der hohen Bewertungen und meinen Erfahrungen aus dem Windows Mobile Bereich durfte ein Tool da nicht fehlen, der „Advanced Task Killer“.

Natürlich auch installiert und dann jeweils nach dem ausprobieren der anderen Programme und Spiele die im Hintergrund laufenden Prozesse immer schön fleißig „abgeschossen“. Man will ja immer schön den Arbeitsspeicher freihalten.

Nachdem die erste Akkuladung dann verbraten war wunderte ich mich schon wie lange mein Gerät zum runterfahren respektive ausschalten braucht. Das dauerte mehrere Minuten! Manchmal war ausschalten unmöglich, das besorgte dann schlussendlich der komplett entladene Akku. Und das besserte sich auch an den folgenden Tagen nicht.

Nach einigem googlen und stöbern in Foren kristallisierte sich heraus, dass der Taskmanager die Ursache des Übels war. Task Killer deinstalliert, Werksreset, alles neu eingerichtet und „Oh Wunder…“, alles läuft!

Warum es dazu kam? Die Speicherverwaltung unter Linux (nichts anderes ist Android) ist komplett anders aufgebaut!

Im Grunde genommen hält Android immer die wichtigsten Programme im Speicher. Programme die nicht mehr genutzt werden, werden automatisch beendet sobald Speicher für ein anderes Programm benötigt wird. In diesem Moment wird das Programm dann durch Android korrekt beendet. „Killt“ man den Prozess mit einem Taskmanager, so ist ein korrektes Beenden nicht gewährleistet.

Was sagt uns das? Taskmanager unter Android sind eher kontraproduktiv und können zu Datenverlust und Speicherlecks führen!

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